Wissenswertes · FAQ

Häufige Fragen

Antworten zu Verfahrensdokumentation, GoBD, Betriebsprüfung und der Nutzung von smartdocu.

Verfahrensdokumentation & GoBD

Grundlagen und Anforderungen für Ihr Unternehmen.

Was ist eine Verfahrensdokumentation?

Eine Verfahrensdokumentation ist eine schriftliche Beschreibung aller steuerrelevanten Geschäftsprozesse, die in einem Unternehmen mit Hilfe von IT-Systemen abgebildet werden. Dazu gehören zum Beispiel die Buchhaltung, die Lohnabrechnung, die Warenwirtschaft oder der E-Mail-Verkehr. Die Verfahrensdokumentation soll einen Überblick über die Entstehung, Verarbeitung, Speicherung und Sicherung der digitalen Daten und Belege im Unternehmen geben. Außerdem soll sie ein internes Kontrollsystem enthalten, das die Einhaltung der Vorgaben überwacht.

Ist eine Verfahrensdokumentation gesetzlich vorgeschrieben?

Die Anforderungen an die Verfahrensdokumentation ergeben sich insbesondere aus den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD). Unternehmen sollten prüfen, in welchem Umfang ihre Prozesse dokumentiert werden sollten, um die Nachvollziehbarkeit steuerlich relevanter Abläufe sicherzustellen.

Welche Unternehmen benötigen eine Verfahrensdokumentation?

Das Thema ist insbesondere für Unternehmen relevant, die digitale Prozesse zur Erstellung, Verarbeitung oder Archivierung von Belegen und steuerlich relevanten Daten nutzen. Dies betrifft unter anderem Handwerksbetriebe, Gastronomie, Dienstleister, Apotheken, Arztpraxen, Handelsunternehmen und E-Commerce-Betriebe.

Was muss ich unbedingt beachten, um GoBD-konform zu arbeiten?

GoBD-konformes Arbeiten entsteht aus dem Zusammenspiel von geeigneter Software, dokumentierten Prozessen, Berechtigungen, Kontrollen und geordneter Aufbewahrung. Nach § 147 AO gelten je nach Unterlagenart zehn, acht oder sechs Jahre; zusätzlich muss der Datenzugriff der Finanzverwaltung möglich bleiben. Aktuelle Fristen und amtliche Quellen im Ratgeber.

Betriebsprüfung

Fragen zu digitalen Prozessen und zur Prüfung durch das Finanzamt.

Kann eine Betriebsprüfung nach einer Verfahrensdokumentation fragen?

Im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung können Prüfer Informationen zu organisatorischen und technischen Abläufen anfordern. Dazu können auch Dokumentationen gehören, die die Entstehung, Verarbeitung und Archivierung steuerlich relevanter Daten beschreiben.

Was prüft das Finanzamt bei digitalen Prozessen?

Im Fokus stehen regelmäßig Fragen zur Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit und Ordnungsmäßigkeit steuerlich relevanter Abläufe. Dazu gehören beispielsweise die Belegverarbeitung, Archivierungssysteme, Zugriffsrechte und Kontrollprozesse.

Was, wenn eine Verfahrensdokumentation fehlt?

Eine fehlende oder unvollständige Verfahrensdokumentation führt nicht automatisch zur Verwerfung der Buchführung. Sie kann aber problematisch werden, wenn steuerrelevante Prozesse dadurch nicht nachvollziehbar oder nachprüfbar sind. Eine Schätzung setzt die gesetzlichen Voraussetzungen und eine Würdigung des Einzelfalls voraus; eine pauschale Zuschätzungsquote gibt es nicht. Details und amtliche Quellen im Ratgeber.

Erstellung & Aktualisierung

Inhalte, individuelle Abläufe und die laufende Pflege Ihrer Dokumentation.

Welche Inhalte gehören in eine Verfahrensdokumentation?

Eine Verfahrensdokumentation beschreibt typischerweise:

  • organisatorische Abläufe
  • Verantwortlichkeiten
  • eingesetzte Softwarelösungen
  • Datenflüsse
  • Archivierungsverfahren
  • Datensicherungen
  • Kontrollmechanismen
  • Änderungsprozesse

Der konkrete Umfang richtet sich nach Größe, Struktur und Komplexität des Unternehmens.

Wie aktuell muss eine Verfahrensdokumentation sein?

Die Dokumentation sollte den tatsächlich gelebten Prozessen entsprechen. Werden Softwarelösungen, Verantwortlichkeiten oder Arbeitsabläufe geändert, empfiehlt sich eine zeitnahe Aktualisierung.

Muss eine Verfahrensdokumentation für jedes Unternehmen individuell erstellt werden?

Ja. Die Dokumentation sollte die tatsächlichen Prozesse des jeweiligen Unternehmens beschreiben. Allgemeine Muster und Vorlagen können als Orientierung dienen, ersetzen jedoch regelmäßig keine unternehmensspezifische Dokumentation.

Kann eine Verfahrensdokumentation auch organisatorische Vorteile bringen?

Viele Unternehmen nutzen die Verfahrensdokumentation nicht nur zur Beschreibung steuerlich relevanter Prozesse. Sie kann darüber hinaus helfen,

  • Verantwortlichkeiten festzulegen,
  • Wissen zu sichern,
  • Mitarbeiter einzuarbeiten,
  • Abläufe zu standardisieren und
  • Prozessverbesserungen sichtbar zu machen.
Wie oft sollte eine Verfahrensdokumentation überprüft werden?

Ein fester Zeitraum ist nicht allgemein vorgegeben. In der Praxis empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung, insbesondere nach organisatorischen Veränderungen, Softwarewechseln oder Änderungen wesentlicher Geschäftsprozesse.

Was ist bei der Benutzung von Mustervorlagen aus dem Internet zu beachten?

Im Internet findet man Mustervorlagen zur Erstellung einer Verfahrensdokumentation. Hierbei ist jedoch dringend zu beachten, dass diese Vorlagen nicht automatisch zum Ziel führen, da sie im Regelfall nur einen Teil des benötigten Inhalts abbilden. Bei der Verwendung von Word- oder PDF-Vorlagen ist außerdem zu beachten, dass diese in Bezug auf systematische Aktualisierungen und Änderungsprotokolle als eher kritisch zu beurteilen sind.

Gibt es öffentliche Zuschüsse für Beratungsleistungen rund um die Verfahrensdokumentation?

Das BAFA-Programm kann förderfähige betriebswirtschaftliche Beratungen von KMU bezuschussen. Förderhöhe, Höchstbetrag, Beratereigenschaft und der konkrete Beratungsgegenstand richten sich nach der jeweils geltenden Richtlinie; eine Registrierung allein begründet keinen Förderanspruch. Aktuelle Hinweise und BAFA-Quellen im Ratgeber.

smartdocu nutzen

Einstieg, Funktionen, Kosten und Unterstützung.

Ist eine Installation der Software nötig?

Keine Installation erforderlich – unsere Software läuft vollständig in der Cloud. Sie benötigen lediglich einen Internetzugang und einen Webbrowser.

Wie funktioniert die Anmeldung zum Testen?

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse in das Verifizierungsformular ein. Um Ihre E-Mail-Adresse zu bestätigen , müssen Sie dem Link in der erhaltenen E-Mail folgen. Über diesen Link gelangen Sie auf die smartdocu®-Registrierungsseite . Dort können Sie Ihre Benutzerdaten sowie die Internetadresse für Ihre smartdocu®-Instanz eingeben. Danach steht Ihnen die Anwendung bereit!

Was bedeutet die smartdocu Zufriedenheitsgarantie?

Sie können den Gesamtvertrag innerhalb von 30 Tagen nach Registrierung ohne Angabe von Gründen kündigen. Bei wirksamer Kündigung innerhalb der Frist werden die bis dahin genutzten Lizenzen und Module nicht berechnet. Das Sonderkündigungsrecht erlischt, sobald eine oder mehrere Verfahrensdokumentationen fertiggestellt, versioniert und im smartdocu-Archiv abgelegt wurden.

Wie kündige ich innerhalb der Zufriedenheitsgarantie?

Um den Gesamtvertrag zu kündigen, klicken Sie in der Anwendung in den Einstellungen auf „ Meine Kundendaten “. Dort finden Sie die Schaltfläche „ Kündigung Gesamtvertrag “.

Wie erreiche ich den smartdocu Support?

Wir stehen Ihnen jederzeit für Ihre Fragen zur Verfügung. Unseren Support erreichen Sie über: Telefon: +49 8664-74833-007. Nutzen Sie für Ihre Anfrage unser Kontaktformular. Zudem finden Sie umfangreiche Anleitungen in unserem Hilfebereich.

Kosten und Abonnementmodelle

Für Verfahrensdokumentationen wird pro Mandantenbetrieb beziehungsweise Betrieb eine Lizenz benötigt. Optionale smartdocu-Module werden pauschal nach dem gewählten Mandantenpaket berechnet, bis zur maximalen Mandantenanzahl des jeweiligen Pakets. Nutzer, IT-Systeme und Versionen können innerhalb der jeweiligen Verfahrensdokumentation-Lizenz beliebig angelegt werden. Es gibt monatliche und jährliche Zahlungsoptionen. Bei jährlicher Zahlung sparen Sie bei Verfahrensdokumentation-Lizenzen mindestens 20 % gegenüber zwölf Monatszahlungen; für optionale Module gilt ein Jahresrabatt von 10 %. Die aktuellen Preise und Konditionen finden Sie auf der öffentlich zugänglichen Preisübersicht. Alle Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Weitere smartdocu-Module können nach der Registrierung zeitlich begrenzt kostenfrei getestet werden. Innerhalb von 30 Tagen nach Registrierung können Sie den Gesamtvertrag ohne Angabe von Gründen kündigen. Bei wirksamer Kündigung innerhalb der Frist werden die bis dahin genutzten Lizenzen und Module nicht berechnet. Das Sonderkündigungsrecht erlischt, sobald eine oder mehrere Verfahrensdokumentationen versioniert und im smartdocu-Archiv abgelegt wurden.

Für wen eignet sich smartdocu als Tool für Verfahrensdokumentationen?

smartdocu ist eine Cloud-Anwendung und wurde für die arbeitsteilige Erstellung von Verfahrensdokumentationen konzipiert. Steuerkanzleien können in smartdocu beliebig viele Mandanten anlegen und gemeinsam mit ihnen an der Verfahrensdokumentation arbeiten. Der Aufbau von smartdocu ist jedoch so einfach und smart, dass Mandanten/Unternehmen die Verfahrensdokumentation weitestgehend in Eigenregie erstellen können. Auch können Unternehmen sich für eine eigenständige smartdocu-Instanz registrieren und ihre Verfahrensdokumentation eigenständig erstellen. smartdocu ist für alle Branchen einsetzbar.

Warum smartdocu?

Bei der Programmierung von smartdocu war unser Bestreben, Ihnen ein Werkzeug an die Hand zu geben, dass die Erstellung von Verfahrensdokumentationen revolutioniert und die lästigen und zeitaufwändigen Arbeiten spürbar reduziert. smartdocu lässt sich gemeinsam nutzen, gibt Kanzleien aber auch die Möglichkeit, die benutzerfreundliche Software eigenständig durch den Mandanten nutzen zu lassen. Dank intuitiver Textbausteine, Vorlagen, Hilfetexten sowie Aufgaben- und Notizfunktionen wird wertvolle Zeit gespart. Die fertige Verfahrensdokumentation wird dabei vollautomatisch im Hintergrund erstellt. smartdocu hat sich zwischenzeitlich zu einer Plattform mit einigen nützlichen Modulen weiterentwickelt. Zusätzlich zum Modul Verfahrensdokumentation profitieren Sie von optional buchbaren Modulen wie einem digitalen Portal für den Belegaustausch, der digitalen Notfallakte und unserer smarten ESt-Vorerfassung mit DATEV-Schnittstelle. Alles zentral in einer cloudbasierten Lösung.